Das erste Quartal eines Jahres zeigt fast immer die Muster, die das ganze Jahr prägen werden. Wer im April nicht bilanziert, lernt erst im Dezember — wenn es zu spät ist. Vier Reflexionsfragen, die in 90 Minuten echte Lehren ergeben.
In meinen Mandaten ist die Q1-Bilanz im April einer der wertvollsten Reflexions-Termine im Jahr. Anders als die Halbjahresbilanz ist sie früh genug, um Korrekturen zu machen. Anders als die Wochen-Reflexion zeigt sie strukturelle Muster, die in 90 Tagen sichtbar werden.
Vier Fragen, die ich Geschäftsführern in dieser Phase stelle.
Frage 1: Welche meiner Annahmen für 2026 haben sich als falsch erwiesen?
Im Januar haben Sie Annahmen getroffen — über Markt, Kunden, Mitarbeiter, Technologie. Welche davon stimmen nicht mehr? Diese Frage ehrlich beantwortet ist die Grundlage für realistische Q2- und Q3-Steuerung.
Was viele tun: die Annahmen weiterlaufen lassen, bis sie schmerzhaft offensichtlich falsch sind. Was wirkt: die Annahmen nach drei Monaten gegen die Realität testen — und früh anpassen.
Frage 2: Welches Thema schiebe ich seit Januar?
In jedem ersten Quartal gibt es Themen, die immer wieder verschoben werden. Diese Verschiebung hat einen Grund — meistens nicht den, der ausgesprochen wird. Was steckt dahinter? Konflikt-Vermeidung? Mangelnde Klärung? Politische Risiken?
Themen, die seit Januar geschoben werden, werden meistens auch in Q2 geschoben — wenn die Geschäftsleitung nicht aktiv eingreift. Q1-Bilanz ist der Moment, in dem die Verschiebung benannt und entschieden werden muss.
Frage 3: Welche Führungsmuster habe ich in Q1 wiederholt — destruktiv oder produktiv?
In Q1 zeigen sich die eigenen Führungs-Muster deutlich. Wo war ich produktiv? Wo destruktiv? Welches Verhalten hat sich wiederholt — und was sagt das über mich?
Diese Reflexion ist die persönlichste der vier — und die wertvollste. Sie funktioniert am besten mit externer Begleitung, weil eigene Muster schwer zu sehen sind.
Frage 4: Welche Person in meinem Team habe ich übersehen?
In Q1 fokussiert die Geschäftsleitung meistens auf Probleme — und übersieht, wer leise gut arbeitet. Diese Personen brauchen Wertschätzung, sonst gehen sie irgendwann.
Wer ist in Q1 still und konstant geblieben — und hat trotzdem geliefert? Diese Person verdient ein bewusstes Anerkennungs-Gespräch im April.
Was die Q1-Bilanz konkret produziert
Drei konkrete Ergebnisse, wenn die Bilanz ehrlich gemacht wird.
Eine Liste angepasster Annahmen — Grundlage für die Q2-Steuerung.
Eine Liste von Themen, die jetzt geklärt werden — keine weitere Verschiebung.
Eine persönliche Liste von Führungsmustern, an denen Sie arbeiten.
Wer das alles in 90 Minuten klärt, hat die Investition gut genutzt.
Ihr PCG-Vorsprung: Q1-Bilanz mit externer Begleitung ist eines meiner kompakten Sparring-Formate. 2-3 Stunden, klare Struktur, schriftliches Memo. Mehr zu meinen Sparring-Formaten.
Ihr nächster Schritt
Wenn Sie Q1 wirklich bilanzieren wollen — vereinbaren Sie ein kostenfreies Erstgespräch.