Es ist eines der bestgehüteten Geheimnisse der Top-Führung: Auch erfahrene Geschäftsführer zweifeln daran, ob sie eigentlich qualifiziert für ihren Job sind. Das sogenannte Imposter-Phänomen ist auf C-Level nicht seltener als bei Berufsanfängern — es ist nur unsichtbarer.
Im Coaching mit Geschäftsführern höre ich Sätze wie: „Ich habe das Gefühl, irgendwann merkt jemand, dass ich gar nicht weiß, was ich tue." Oder: „Wenn die wüssten, wie unsicher ich gerade bin, würde der Aufsichtsrat mich ablösen." Diese Sätze sind erstaunlich häufig — und gleichzeitig so unsichtbar, dass viele Betroffene glauben, allein damit zu sein.
Was das Imposter-Phänomen wirklich ist
Imposter ist keine Krankheit. Es ist ein Muster: Trotz objektiver Erfolge das Gefühl, die eigene Position nicht verdient zu haben — und permanent in Sorge, „enttarnt" zu werden. Die Forschung zeigt: 70% aller Menschen erleben dieses Muster mindestens einmal in ihrer Karriere. Auf C-Level ist es eher häufiger als seltener.
Warum es ausgerechnet auf Top-Ebene auftritt
Drei Gründe spielen zusammen:
- Komplexität: Auf C-Level ist niemand mehr Experte für alles, was auf den Tisch kommt. Wer früher als Spezialist Sicherheit aus Wissen zog, fühlt sich plötzlich nackt.
- Sichtbarkeit: Fehler sind sichtbar — für Aufsichtsrat, Investoren, Mitarbeiter. Das verstärkt Selbstprüfung.
- Einsamkeit: Es gibt kaum noch jemanden, mit dem man echt offen sein kann. Diese Isolation füttert Selbstzweifel.
Was hilft — und was nicht
Was nicht hilft:
Sich selbst zu sagen „Ich bin gut genug" funktioniert nicht. Das ist Affirmations-Romantik. Wer Imposter-Gefühle hat, lacht solche Sätze innerlich aus.
Was wirklich hilft:
- Sprechen statt schweigen. Mit jemandem, dem Sie vertrauen können (Coach, Sparringspartner, Peer-Group). Allein das Aussprechen reduziert die Macht des Musters.
- Realität überprüfen. Was sind Ihre objektiven Erfolge der letzten 12 Monate? Was haben andere darüber gesagt? Diese Faktensammlung wirkt nicht magisch — aber sie schafft Distanz zum Gefühl.
- Akzeptieren statt bekämpfen. Imposter-Momente verschwinden auch bei den Besten nicht. Wer akzeptiert, dass sie kommen, kann mit ihnen umgehen — und sie nicht mit der Realität verwechseln.
Warum Coaching hier besonders wirksam ist
In klassischer Beratung tabu, im Executive Coaching normal: über die eigenen Selbstzweifel zu sprechen. Genau das ist der Hebel. Wer einen Coach hat, der die Welt kennt und gleichzeitig Diskretion garantiert, kann diese Themen bearbeiten — ohne Karriere-Risiko.
Ihr PCG-Vorsprung: Im PCG-Kompass ist „Selbstführung" die nördliche Himmelsrichtung — die Basis aller anderen Dimensionen. Wer hier konsequent arbeitet, entwickelt nicht weniger Selbstzweifel. Aber er entwickelt einen anderen Umgang mit ihnen. Das ist die eigentliche Souveränität.
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