Die ersten 90 Tage des Jahres entscheiden über mehr, als die meisten Geschäftsführer annehmen. Wer Q1 mit einer endlosen To-do-Liste startet, hat im April das Gefühl, irgendwie viel gemacht und wenig erreicht zu haben. Wer drei klare Prioritäten setzt, hat einen Hebel.
Im Januar bekomme ich besonders viele Anfragen — und sie haben fast immer das gleiche Muster: „Daniel, wir haben uns viel vorgenommen für 2025. Aber irgendwie weiß ich noch nicht, wo ich anfangen soll." Das ist keine Schwäche. Das ist die ehrliche Reaktion auf eine Geschäftswelt, die jedes Quartal mehr Optionen produziert, als ein Mensch verarbeiten kann.
Was hilft, ist nicht mehr Tools oder mehr Workshops. Was hilft, ist die radikale Reduktion auf wenige Themen, die wirklich tragen. Aus meiner Erfahrung in der Begleitung mittelständischer Geschäftsführungen sind es im Q1 drei Bereiche, die den größten Hebel haben.
1. Standortbestimmung: Wo stehen wir wirklich?
Bevor Sie planen, was 2025 anders werden soll, müssen Sie ehrlich wissen, wo Sie heute stehen. Drei Dimensionen sind hilfreich:
- Finanziell: Welche KPIs sagen wirklich etwas aus, welche nicht? Wo verlieren Sie Geld, das Sie nicht sehen?
- Strukturell: Welche Organisationsteile funktionieren, welche knirschen? Wo sind die Reibungsverluste?
- Menschlich: Wer in Ihrer Führungsebene ist on track, wer braucht Unterstützung, wer ist auf dem Absprung?
Diese ehrliche Standortbestimmung ist anstrengend — gerade weil sie auch unbequeme Wahrheiten zutage fördert. Aber ohne sie wird jede Strategie zur Wunschliste.
2. Drei strategische Prioritäten — keine zehn
Die meisten Strategien scheitern an einem: zu viele Prioritäten. Wenn alles wichtig ist, ist nichts mehr wichtig. Erfolgreiche Geschäftsführungen, mit denen ich arbeite, einigen sich im Januar auf maximal drei Themen, die das Jahr prägen. Drei. Nicht fünf, nicht acht.
Diese drei Themen kommen aus der Standortbestimmung. Sie sind keine operativen Maßnahmen, sondern strategische Hebel — etwas, das wirklich den Unterschied macht. Beispiele aus aktuellen Mandaten: „Zweite Führungsebene auf Eigenverantwortung trimmen", „Reporting-System neu aufsetzen", „M&A-Bereitschaft herstellen".
3. Investition in die zweite Reihe
Wenn ich Geschäftsführer frage, was ihr größter strategischer Engpass ist, höre ich überraschend oft die gleiche Antwort: „Meine zweite Reihe trägt nicht so, wie sie könnte." Das ist kein 2025-Phänomen — aber im Q1 ist es der ideale Zeitpunkt, daran zu arbeiten.
Konkret heißt das: Coaching der Führungsebene, klare Rollendefinition, Quartalsziele auf Bereichsebene mit echter Verantwortungsübernahme. Wer hier in Q1 investiert, hat in Q4 ein anderes Unternehmen.
Was Sie NICHT im Januar machen sollten
Genauso wichtig wie die Prioritäten ist die ehrliche Liste dessen, was Sie 2025 NICHT machen. Welche Projekte aus 2024 sterben Sie ab? Welche Themen schieben Sie bewusst ins Q3 oder Q4? Diese Negativ-Liste ist oft entlastender als jede neue Initiative.
Ihr PCG-Vorsprung: Jahresplanung gelingt selten allein am Schreibtisch. Was hilft, ist die strukturierte Reflexion mit einem externen Sparringspartner, der die richtigen unbequemen Fragen stellt. Im PCG-Ansatz arbeite ich genau an dieser Schnittstelle: Standortbestimmung, Prioritätensetzung, und die persönliche Klarheit, die Sie als Geschäftsführer brauchen, um konsequent zu führen.
Ihr nächster Schritt
Bevor Sie das Q1 mit einer To-do-Liste starten: Welche drei Themen verändern 2025 Ihr Unternehmen wirklich? Wenn Sie diese Frage in 15 Minuten nicht beantworten können, ist genau das Ihre erste Aufgabe.
In einem kostenfreien Erstgespräch klären wir, ob ein Sparring-Format der richtige Weg ist, um Ihre Q1-Prioritäten zu schärfen.