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Weihnachtspause — Symbolbild

Weihnachtspause vorbereiten — als Führungskraft echt abschalten

Die Weihnachtspause ist für viele Geschäftsführer keine Pause, sondern eine Aufholjagd. E-Mails, Strategie-Notizen, „nur kurz" eingeloggte Online-Sessions. Das nächste Jahr beginnt erschöpft. Was Sie jetzt im Dezember vorbereiten, damit die Pause wirklich Pause werden kann.


In meinen Mandaten höre ich es jedes Jahr: „Über die Feiertage komme ich endlich dazu, in Ruhe nachzudenken." Diese Selbsttäuschung kostet die Geschäftsführer nicht nur Erholung — sie kostet auch Strategie-Qualität. Reflexion auf gehetzten, müden Köpfen produziert keine guten Entscheidungen.

Eine echte Weihnachtspause braucht Vorbereitung. Diese Vorbereitung ist im Dezember möglich und nicht teuer.

Drei Vorbereitungs-Aufgaben

Aufgabe 1: Übergaben sauber regeln. Wer ist während Ihrer Abwesenheit erreichbar? Was sind die Eskalations-Pfade? Welche laufenden Themen können Sie an wen übergeben? Eine schriftliche Übergabe-Notiz an die Geschäftsleitungs-Vertretung verhindert nervöse Anrufe.

Aufgabe 2: E-Mail-Disziplin vereinbaren. Wenn Sie offiziell weg sind, sollten E-Mails nicht in Ihrer Inbox auflaufen. Auto-Responder mit klarer Erreichbarkeits-Information, möglicherweise Weiterleitung an die Stellvertretung. Wer keinen Auto-Responder schaltet, signalisiert: Ich bin trotzdem da.

Aufgabe 3: Eigene Versuchungen kennen. Welche Themen werden Sie versuchen über die Pause „nur kurz zu erledigen"? Identifizieren Sie diese Themen vorab — und treffen Sie eine bewusste Entscheidung, sie nicht anzufassen.

Was die Pause wirklich braucht

Drei Bedingungen für echte Erholung.

Mindestens 10 Tage am Stück. Echtes Abschalten braucht Zeit. Die ersten 3-4 Tage geht der Kopf noch im operativen Modus. Echte Erholung beginnt ab Tag 5-7.

Keine Erreichbarkeit für nicht-akute Themen. „Akut" heißt: Etwas, das in den nächsten 24 Stunden eskaliert, wenn Sie nicht entscheiden. Alles andere kann warten.

Klare Strukturen für die Familie/Privatsphäre. Wer in der Pause permanent von Familie unterbrochen wird, weil keine Pause-Strukturen existieren, erholt sich nicht. Vereinbarungen helfen — auch im Privatbereich.

Was Sie nicht tun sollten

Drei häufige Fehler.

„Ich nutze die Zeit für Strategie-Arbeit." Das ist meistens Selbsttäuschung. Strategie-Arbeit auf erschöpftem Kopf produziert mittelmäßige Ergebnisse. Strategie braucht entweder konzentrierte Arbeit (im Januar) oder echten Reflexionsraum (mit ausgeruhtem Kopf).

Ein bisschen E-Mails täglich. Eine Stunde E-Mails pro Tag in der Pause hält den operativen Modus aktiv. Der Kopf kommt nie in Ruhe. Besser: zwei oder drei klar abgegrenzte Slots (etwa Mo und Do) — oder gar nicht.

Mit dem Geschäft beginnen am 2. Januar. Wer am 2. Januar morgens um 7 Uhr in den Büromarathon springt, verliert die Erholungs-Wirkung in einer Woche. Besser: gestaffelter Wiedereinstieg, mit Reflexionszeit in der ersten Januarwoche.

Wie Sie das nächste Jahr vorbereiten

Eine kurze Vorbereitung im Dezember kann das ganze nächste Jahr verändern.

Erstens: Drei strategische Schwerpunkte für das erste Quartal definieren — bevor die Pause beginnt. Diese drei Schwerpunkte werden im Januar zur Steuerungs-Grundlage.

Zweitens: Erste Klausur-Termine für 2026 jetzt blocken. Wer das im Januar tut, findet keine Termine mehr.

Drittens: Persönliche Energie-Routinen festlegen. Welche Routinen wollen Sie 2026 etablieren (Sport, Reflexion, Sparring)? Schriftlich, mit Frequenz und Ort.

Ihr PCG-Vorsprung: Die Vorbereitung der Weihnachtspause ist eine der häufigsten Anlässe für Sparring im Dezember. Mein Setup: 90 Minuten Reflexion zu Übergaben, persönlicher Energie und Q1-Vorbereitung. Mehr zu meinem Sparring für Geschäftsführer.

Ihr nächster Schritt

Wenn Sie ahnen, dass die Pause wieder zur Aufholjagd wird — vereinbaren Sie ein kostenfreies Erstgespräch. Wir klären in 30 Minuten, was Sie jetzt vorbereiten sollten.


Daniel Gaß ist Gründer von Performance.Consulting by Gaß (PCG). Mit über 15 Jahren Geschäftsleitungserfahrung im Mittelstand und einem systemischen Beratungsansatz begleitet er Führungskräfte und Unternehmen dabei, durch Haltung und Struktur nachhaltige Erfolge zu erzielen.

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